Eine Perle entsteht

Für meine Perlen verwende ich fast ausschliesslich „Murano“ Glasstäbe. Diese werden auf der Insel Murano, bei Venedig,

seit vielen Jahrhunderten hergestellt und zeichnen sich durch besonders hohe Reinheit und Farbqualität aus. Bis heute wird das Glas von einigen wenigen Produktionsstätten direkt auf Murano gefertigt.Die Blüte der Glasperlenproduktion begann in Venedig Anfang des 13./14. Jahrhunderts und erlebte im Zuge des wachsenden weltweiten Wirtschaftshandels einen enormen Aufschwung. Bis zum Ende des 19. Jahrunderts wurden venezianische Glasperlen in viele Länder der Welt exportiert. Als sogenannte „trade beads“ werden solche alten Perlen heute hoch gehandelt.

  Eine Art der Perlenherstellung war und ist das sogenannte „Wickeln“ von Glasperlen, eine besonders zeitaufwändige und daher wertvolle Methode des Glasperlenmachens.
Dabei wird ein Glasstab vor einem Brenner geschmolzen und das zähflüssige Glas um einen Metallstab (Perlendorn) gewickelt. Durch Drehen des Stabes vor der Flamme, aber auch mit Hilfe von speziellen Werkzeugen, wird die Perle je nach Wunsch geformt. Durch Aufschmelzen verschiedener Glasfäden, Tupfen oder auch Edelmetallfolien wird die Perle verziert. Dies geschieht in einem Arbeitsgang.

Ein besonderes Qualitätsmerkmal meiner Wickelperlen ist die Haltbarkeit, die ich durch das sogenannte Tempern erreiche. Dabei wird die Perle nach der Fertigstellung in einem Perlenofen abgekühlt.
Hierdurch wird die Spannung, die sich beim Verarbeiten im Glas aufbaut, aus meinen Perlen entfernt und die Bruchfestigkeit des Glases erhöht.

Falls Sie Lust bekommen haben, die Technik des Glasperlenwickelns zu erlernen, melden Sie sich einfach zu einem meiner Kurse an. Ich freue mich darauf, Ihnen diese „vom Aussterben bedrohte“ Handwerkskunst zu vermitteln!